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ich dringe
in den häuslich intimen bereich des familiären
mikrokosmos‘ ein. begleite die abgebildeten personen vor
dem tv-gerät und lasse sie das ihnen vertraute tun:
fernsehen. alleine oder mit partner, kind, hund …
jedoch in meiner anwesenheit, vor dem ausgeschalteten
gerät.
so ist der kalte bildschirm meinen protagonisten spiegel
ihrer selbst. weichzeichnend und verschwommen
einerseits, schonungslos aufdeckend andererseits.
programm ist die eigene „reality show“, statisch und
ohne handlung. betrachtung des betrachtenden. voyeur des
eigenen nichthandelns sein. passives berieseln lassen.
sich dabei wohlfühlen oder beobachtet und ertappt?
man findet sich in der situation des sich erfolglosen
versteckens hinter der filternden mattscheibe. auf einer
zwischenebene, welche offenlegt, was einem ohnehin
längst selbst bewusst war. sehen, was ist. verursacht
unmittelbar vom betrachter anstatt willkürlich
vorgesetzt von dritten.
die fernsehenden erleben sich aus einer neuen sichtweise
heraus. beobachtet und festgehalten von der kamera,
beobachtet von mir, beobachtet vor allem von sich
selbst. voyeurismus mit boomerang-effekt. |